Axel war heute wieder da. Trotzdem haben wir das Programm von gestern weitergeführt - war ja eigentlich sowieso vorgesehen. Nur heute hat natürlich alles wieder länger gedauert. Mit dem anwesenden Regisseur werden die Gespräche einfach viel ausufernder - zumindest ist das bei uns so. Somit sind wir heute im Vergleich zu gestern nur ein paar Seiten vorwärts gekommen.
Momentan finde ich das Proben sehr mühsam. Das hat nichts mit Krankheitsfällen oder mit unvorhergesehenen Dingen zu tun. Das liegt an meiner leichten Unzufriedenheit mit meiner Figur und deren Positionierung im Stück. Ich bin zur Zeit ziemlich ratlos, was ich hier eigentlich mache und wozu ich da bin. Sowas kommt in bestimmten Phasen der Arbeit immer vor. Das es jetzt aber praktisch gesehen mich höchst persönlich trifft, ist zermürbender als die Theorie darüber. Zu meiner Erleichterung bin ich jedoch nicht der einzige mit Problemen. Wir scheinen uns offensichtlich im Moment auf den berühmten Durchhänger zu zubewegen.
Das wird sich aber spätestens nach Karneval alles nochmal ändern, wenn wir in die Kirche umziehen und da alle Gegebenheiten ganz anders sind. Da zu spielen wird dem Arbeiten auf einem Fußballfeld gleich kommen - zumindest habe ich das am Samstag so wahr genommen, als ich nochmal kurz vor Ort war. Na, abwarten.
Mittwoch, 30. Januar 2008
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