Samstag, 16. Februar 2008

Besprechungen, Abläufe und Striche

Zwei heiße Tage hinter uns.
Gestern vormittag ist Axel zunächst seine Kritik-Notizen vom Vorabend mit uns durchgegangen. Wir haben uns seine grundsätzlichen und auch seine detailierten Anmerkungen angehört, haben dazu Stellung bezogen und versucht sie zu verinnerlichen.

Dann haben wir nochmals die komplizierten, choreographisch-musikalischen Stellen geprobt. Es hat dabei wieder starke Reibereien gegeben. An diesen kniffligen Stellen haben wir immer noch sehr zu knabbern.

Abends haben wir dann einen zweiten Durchlauf gemacht. Diesmal allerdings nicht unter den ganz strengen Originalbedingungen. Nur Licht und Ton waren dabei, da es da auch noch einige Korrekturen gegeben hatte und die Jungs sich auch immernoch darin einfinden müssen, mit uns zu "atmen". Für mich stellte dieser Durchlauf wieder eine Steigerung dar. Die Korrekturen vom Vormittag hatten absolut gefruchtet und das Ergebnis war wesentlich stingenter als noch zuvor.

Jetzt, so relativ kurz vor der Premiere, zieht das Niveau der Abläufe aber eigentlich bei jedem Theaterprojekt an.

Heute morgen haben wir dann Axels Kritik von gestern durchgesprochen. Dabei kam auch zur Sprache, daß vielleicht drei Striche notwendig sein werden d.h. daß wir an drei Stellen wohlmöglich Passagen raus nehmen sollten. Der Grund dafür ist, daß das Stück in den betreffenden Momenten etwas durchhängt und gestrafft werden muß. Wir haben alles notwendige abgesprochen - jetzt müssen wir beim nächsten Durchlauf am Montagmorgen sehen, ob das so funktioniert. Solche Striche sind immer ein wenig bedrückend, weil man sich wohlmöglich von liebgewordenen Passagen verabschieden muß. Aber frei nach dem Motto "kill your best friends" ist es manchmal einfach notwendig, etwas wegzulassen, wenn es der Gesamtheit dient, auch wenn das weh tut.

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