Unser Thema - nicht nur das vom Stück, sondern auch das der gesamten Spielzeit vom Netzwerk "TheaterKonneX", zu dem wir ja gehören - lautet "Gewalt im Kopf". Dementsprechend dreht sich viel bei unsern Gesprächen darum.
Heute begann der Tag damit, daß erzählte wurde, was gestern in den Nachrichten zu hören gewesen war. Da sind offenbar vier oder fünf Gewalttaten hintereinander aufgelistet worden, alle hintereinander, und eine schrecklicher als die andere. Mißbrauchte Kinder, getötete Ehepartner... Das Thema Gewalt durchdringt unseren Alltag offenbar mehr, als man sich gemeinhin bewußt ist.
Wir haben heute weiter gelesen und uns wieder viel über das geschriebene ausgetauscht.
Für mich persönlich war es in sofern ein spannender Tag, als daß ich mehr und mehr lerne meine Figur besser zu begreifen. Irgendwann heute hab ich gesagt, daß ich mich momentan wenig an den Gesprächen über die eigene Rolle beteiligen kann, weil meine Figur so sehr außen vor bleibt und eigentlich keine eigene Biografie hat. Ich konnte aber anderereseits im Verlauf der heutigen Gespräche feststellen, daß sie trotzdem ihre eigene Beziehung zu den andern hat, daß es Geheimnisse an ihr zu entdecken gibt und daß man für sie genauso ihre eigene Menschlickeit finden kann.
Das ist für mich, der ich im Gesamtkonstrukt tatsächlich eine etwas eigenwillige Ausgangslage mit meiner Rolle habe, schon beruhigend.
Dienstag, 4. Dezember 2007
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