Samstag, 8. Dezember 2007

Samstagsprobe

Auch am heutigen Samstag haben wir am Stück gearbeitet.
Und langsam nähern wir uns dem Ende vom Text. Nach einer Woche sind wir also fast durch gekommen (ganz haben wir es heute dann doch nicht bis zum Schluß geschafft). Was möglicherweise wie eine obskurer Zeitvertreib wirkt ("Was hat denn das mit dem Proben einer Szene zu tun??"), ist tatsächlich wichtiger und intensiver Bestandteil des Eintauchens in den Stoff.

Wir stehen ja - und das haben zunächst einmal alle Theaterproduktionen gemein - zu Beginn mit nichts anderem als dem Text da. In unserem Fall wird das aber noch verschärft, weil der Text noch nicht mal eine lineare Handlung erzählt (wie sie z.B. ein Schiller hat), sondern durch lauter Einzelfacetten ein assoziiertes Ganzes ergibt. In unserm Fall noch zusammengehalten durch eine Grundsituation, die der Regisseur dem Stück gegeben hat. Auf den Überlegungen und Gedanken von ihm fußt dann auch die Strichfassung, mit der wir arbeiten. Seine Ideen nachzuvollziehen, ein Verständnis und ein Verinnerlichen, ein Verarbeiten und dann auch ein konträres Diskutieren - das war das, was wir in dieser ersten Woche geleistet haben.

Wir haben in den vergangen Tagen die verschiedensten Aspekte, die im Text angeschnitten werden, besprochen. Einige habe ich schon erwähnt - andere noch nicht. Das hat zum einen mit deren Vielzahl zu tun, zum anderen damit, daß es schwierig ist, in den begrenzten Möglichkeiten, die man in so einem Blog hat, ausgewogen darüber zu berichten. Die Gedankengänge sind oft so komplex, daß man entweder eine ewig lange Abhandlung schreiben muß oder dem Thema nicht gerecht wird. Manchmal sind es auch zutiefst private Dinge, die Schauspieler auf Proben äußern. Die dann mittels Internet quasi der ganzen Welt auf die Nase zu binden, ist auch nicht einfach so möglich. Ich werde mich aber auch weiterhin bemühen, zwischen all dem eine Ausgewogenheit zu finden.

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