Jetzt habe ich von den letzten drei Proben gar nicht berichtet. Es ist aber auch schwer, den momentanen Vorgängen immer neue Aspekte abzugewinnen, die die Öffentlichkeit etwas angehen könnten. Manchmal fehlt mir eine Ahnung von dem, was interessieren könnte.
Tatsache ist, wir arbeiten uns Stück für Stück durch das Stück. Mittlerweile sind wir bei fast der Mitte angekommen. Gestern und Vorgestern haben wir auch zwei Abläufe von allem gemacht, was wir bisher geschafft hatten. Das lief ganz gut und war ziemlich informativ für uns alle. Bei solchen Versuchen zeigt sich dann auch immer schon mal, wie die Gesamtstruktur veranlagt ist. Und dann kann man eben gleich korrigierend nacharbeiten. So erwies sich beispielsweise der Angang an die jeweiligen Einzelpassagen als zu breit, zu langsam. Man konnte kaum einen Sinn beim Zuhören erfassen, weil jeder versuchte seine Aussagen viel zu deutlich zu erzählen (kringt wiedersprüchlich, ist es aber gar nicht). Dazu gehört dann auch die zweite Erkenntnis, daß meistenteils noch kein wirklich verständiges Empfinden für die grundsätzliche Gesprächssituation besteht. Immerhin haben wir am Anfang des Abends eine Runde versammelt, die groß ist und sich nicht gegenseitig kennt. Da erfordert es ein gewisses Maß an Überwindung und Kraft vor so einer Masse Menschen zu sprechen - das muß man beim Spielen nachempfinden und den dafür notwendigen inneren Vorgang finden.
Mittwoch, 16. Januar 2008
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